Ad Ombra

Rites of Genesis (Equinox Tremendum)

(Rage in Eden) CD 15 Tracks

Das große Vorbild ist klar: Gerne wären Ad Ombra so aufbrausend und so bombastisch, so abgründig und zerreißend wie Elend. Allein, die Intention macht noch kein erstklassiges Album.

Zugegeben gibt es auf Rites of Genesis beachtenswerte Stellen, es wirkt alles jedoch ein wenig willkürlich zusammengestückelt. Nur selten entsteht ein Fluss, zu sehr wollte der Komponist George D. Stanciulescu alles unter einen Hut bringen. Sobald eine interessante Stelle oder eine verlockende Stimmung auftaucht, wird sie schon wieder gebrochen oder das Stück (die meisten kaum länger als 3:30) ist zu Ende. Da kann sich nichts entfalten, was für NeoKlassik dieser Art essentiell wäre. Der Komponist sollte sich von dieser Art des Soundtrack-, Song-haften entfernen und längeren Ausführungen den Vorzug geben. Zudem ist der eher dünne und sehr synthetisch klingende Sound ein Problem.

Ein Album voller guter Idee, die in der Summe und der Umsetzung nicht wirklich überzeugen können.

Martin Kreischer (18.10.2008)