Antimatter

Planetary Confinement

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(Prophecy Productions) Tracks: 9, Spielzeit: 47:15

Ein Rückzug ins Intime, weg von der Moderne und ihren elektronischen Strukturen. Reinheit des Klanges, die Wärme des Analogen. Die knarrenden Saiten, das ruhige Streichen über den Gitarrenhals - Minimalismus ist der Zauber, der das neue Werk von Duncan Petterson und Mick Moss durchzieht, ohne jedoch eine regressive Naturromantik anzustimmen. Pop-Musik ohne großes Pathos, ohne große Gesten, dafür umso eindringlicher, fragiler in seiner fast schon zaghaften, behutsamen Form. Unaufdringlich - man hat das Gefühl, die beiden Musiker sind schüchtern geworden, wollen den Hörer nicht mit ihren Ängsten, ihren Problemen belasten. Dennoch muss die Elegie sein, die gänzlich auf Düstermeierei der Gothic-Ecke verzichtet und seine innere Kraft aus den Abgründen der Protagonisten selbst schöpft. Antimatter sind mit ihrem dritten Album homogener als je zuvor, brechen dabei aber nicht die Kontinuität ihres Werkes und kann fast schon in einem Zuge mit "Sleepy Buildings" von The Gathering genannt werden. Absolut empfehlenswerter atmosphärischer Akustikpop mit Weltschmerznote.

Martin Kreischer