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Dark Throne
Too Old Too Cold
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(Peaceville) MCD, 4 Tracks
Dark Throne reißen die Fassade ein. Was bleibt vom
Black Metal, der sich seit zehn Jahren um sich selbst dreht und von der
einstigen Rebellion zur leeren Geste verkommen ist, seiner forcierten
Ernsthaftigkeit entrissen wird? Am Ende ist alles nur Rock’n’Roll,
irgendwie, und so sind Fenriz und seine Horde an bekannten Gastmusikern
wie der dort angekommen, wo der ganz frühe Black Metal in den 80ern
angefangen hat: Bei Venom, beim dunklen Rock mit großer Fresse und
rotzigem Gitarrenkrach. Motörhead sind auf dieser vor dem neuen Album
vorgeschalteten EP in jeder Pore zu spüren, Dark Throne drehen die
Schraube aber noch etwas weiter, sind immer noch dunkel, misanthropischer,
schlechter gelaunt. Fenriz geht sogar soweit und covert „Love in
Void“ von Siouxie and the Banshees, um zu zeigen wo die wahren Wurzeln
liegen. Es fragt sich nun ob mit diesem Werk die klassische Triologie
aus „A Blaze in the Northern Sky“, „Trasylvania Hunger“
und „Under a Funeral Moon“ nicht auch revisionistisch neu
gelesen werden muss: Alles nur Rock? Das kommende Album wird die Frage
vielleicht beantworten.
Martin Kreischer
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