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Dead Man’s Hill
Esoterica Orde De Dagon

(Beast of Prey) CD, 8 Tracks
Immer noch schweben über einem ganzen Genre drei Buchstaben:
CMI. Für Dark Ambient stets eine Richtlinie und auch für Dead
Man’s Hill gilt die Prämisse, sich möglichst nah an den
ehemals innovativen, inzwischen allerdings schon langsam in die Jahre
gekommen Stil zu halten. Die Belgier machen es sich leicht: Die Schablone
„In Slauther Natives“ wird angelegt und was übersteht
wird einfach abgeschnitten – hier treffen Disharmonie in Gesang
und in den Sequenzen auf böllernde, teils zu synthetische Rhythmusmuster
– der Drumcomputer blitzt phasenweise offensichtlich aus dem Sound
hervor und stört die morbide Atmosphäre. Ein paar Samples werden
gestreut, die jedoch an manchen Stellen durch schlechtes Sampling einen
unangenehmen hohen Ton mit sich bringen und unmotiviert wirken. Dafür
kann die okkulte Seance-Stimmung über das Album gehalten werden,
worauf auch schon der Albumtitel mit seinem okkulten lovecraft’schem
Timbre hinarbeitet. Angereichert mit ein paar Vintage-Erotik-Photos liefern
Dead Man’s Hill ein solides, leider jedoch auch ein wenig blasses
Werk ab, dem das Flair der Mitt-Neunziger-Phase der schwedischen Fleischfabrik
anhaftet – aber nicht deren Qualität erreichen kann.
Martin Kreischer
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