HaWthorn

The Murky Brine

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(Iceflower / Trisol) Tracks: 11, Spielzeit: 46:10

Dunkle Wasser, verkündete Titel. Schäumende Wellen an scharfen Klippen zerlaufend. Nach dem eher spröden, fast schon abweisenden Vorgänger "Wormwood" wirkt "The Murky Birne" einladender, zugänglicher. Doch noch immer machen es das Duo Matt Howden / Tony Wakeford dem Hörern nicht einfach, Sieben und Sol Victus sind keinesfalls Schablonen, die hier einfach kombiniert wurden. Vielmehr findet sich in dieser Widmung an das amorphe Fluidum genau das Material, dass sich wohl als zu komplex und zu sperrig erweist, um es bei einer der Hauptbands der beiden Protagonisten unterzubringen. Aber genau das macht auch den Reiz von "The Murky Birne" aus: Auf der einen Seite ein freies Agieren ohne konzeptuelle Beschränkungen und Hörererwartungen, auf der anderen Seite die klaustrophische Stimmung, gleich den drückenden Wellen, die den Ertrinkenden vom Leben abschneiden. Zusammengehalten wird das oftmals abschweifende Album von den rhythmischeren Kernstücken wie "Oh Sea you have taken me" oder "Now and at the hour of our death". Ein Album von entrückter, schroffer Schönheit.

Martin Kreischer