|
Ordo Rosarius Equilibrio
Apocalips
BESTELLEN
(CMI) CD, 15 Tracks
Das Ritual beginnt sich einzuschleifen. So sehr man auch
Ordo Rosarius Equilibrio eine Ausnahmestellung im NeoFolk/Ritual/Ambient-Sektor
eingestehen muss, so wenig Flexibilität beweisen sie innerhalb ihrer
Positionen. Schon seit „Make Love and War – A Wedlock of Roses“
ist die Musik des Schweden Tomas Pettersson reichlich festgezurrt, nur
weniges tritt aus diesem engen Rahmen hervor. Dennoch hat die Formation
gerade mit der Unterstützung von Spiritual Front auf dem gemeinsamen
Album „Satyriasis“ einige ihrer schönsten Werke präsentiert.
Apocalips scheint zunächst daran anzuknüpfen: Die Exposition
„Seduced by the Kisses of Cinnabar“ ist eines der besten ORE-Lieder,
ein poppiges Ritual-Stück mit starkem Folk-Einschlag. Leider ändert
sich die Formel kaum bei den nachfolgenden Liedern, hier liegt die Crux
des Albums: ORE sind immer noch sehr gut, in dem was sie tun – aber
sie haben kaum den Drang zur Innovation, verlassen sich auf ihre Stärken
– da helfen auch keine Reverenzen an Velvet Underground. Die bisherige
Linie wird also fortgeführt, wen das nicht stört wird Apocalips
schnell ins Herz schließen.
Martin Kreischer
|