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Peter Murphy
Unshattered
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(Fullfill / SPV) CD 2005, 11 Tracks
Die stete Neudefinition des aus der Subkultur entstammenden
Pop-Entertainers hat schon David Bowie vorgelebt – ehemalige Goth-Ikonen
wie Morrissey und Peter Murphy folgen seiner Spur. So gibt es ähnlich
dem ehemaligen Smiths-Sänger auch bei Peter Murphy leichte bis belanglose
Pop-Musik zu hören, die allerdings der schneidenden Schärfe
der Zeitgeistkritik von Morrissey entbehrt und stattdessen wieder mehr
persönlich kryptische Töne anschlägt. Die gefällige
Musik reiht sich ein, vermisst leider den Charme des träumerischen
unwirklichen Live-Albums „Alive just for Love“ oder der orientalischen
Klangmalerei von „Dust“. Dennoch schafft es die fragil zitternde
Stimme des ehemaligen Bauhaus-Sängers auch die banalsten Stücke
zu veredeln, die jedoch auch gegen den kompositorischen Tiefpunkt „Kiss
Myself“ nichts verrichten mag. Schon eher trägt sie elegische
Momente wie „Face the Moon“. „Unshattered“ ist
somit ein fast schon zu typisches Alterswerk, mit Anleihen bei Peter Gabriel
und dem Wissen, dass Peter Murphy den Weltschmerz nicht verlernt hat –
ihn nur nun etwas weniger gravitätisch präsentiert.
Martin Kreischer
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