Skumring

Det Glemte Tider

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CD, 3 Tracks

Doom Metal braucht seine Zeit: Drei Stücke verteilt auf vierzig Minuten, sich nur langsam entfaltende Lieder, lavaartig zähfließende Gitarrenriffs – Skumring sind auf „Det Glemte Tider“ nahe dran am Stillstand des Funeral Doom, sind jedoch zu eigenständig um dort zu verharren, nicht destruktiv, negativ genug für diese Spielart. Durch den Gesang von Cecilie, der Naturromatik und den einstreuten Akustikgitarren rückt die Band an das Erstlingswerk von The 3rd and the Mortal, damals noch mit Kari Ruslatten, „Tears laid in Earth“. Doch Skumring haben die Geschwindigkeit ganz aus den Stücken genommen, lassen sich Zeit für jede Note, für jeden Beat, die Gitarren schwingen lange nach, die Details rücken in den Vordergrund. Natürlich verliert sich in dieser atmosphärischen Kontemplation der Spannungsbogen, Skumring nehmen sich die Zeit auf Kosten des einfachen Zugangs, der klaren Verortung. Der doomige Sound der Norweger ist daher vorallem für Liebhaber des Genres – und für Freunde der musikalischen Langsamkeit. Nur wer sich diese Zeit nimmt, kann Skumring etwas abgewinnen.

Martin Kreischer