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O Quam Tristis
Les Chants Funestes

(Palace of Worms) CD, 12 Tracks
Die Vermischung von Electro und mittelalterlichen Elemente
gelingt nur selten. Was QNTAL so grandios als Pioniere dieser Verschmelzung
kombinierten, fällt bei Formationen wie Faun zwiespältig aus.
Electro wird meist nur als wummernder Beat unter Dudelsäcken und
Drehleiern verstanden. Leider ein Weg, denn auch die Formation O Quam
Tristis aus Italien beschreitet, die vor acht Jahre mit ihrem Debütalbum
ein positives Bild hinterlassen hat. Bis heute haben sie sich allerdings
kaum weiterentwickelt. Besonders die simplen Beats und elektronischen
Spielereien wollen sich einfach nicht mit den mittelalterlichen Elementen
vereinen, alles wirkt hier modular, die einzelnen Teile passen nicht zusammen.
Dabei hat „Les Chant Funestes“ einige schöne Momente
zu bieten, hervorzuheben ist hier der gelungene männliche Gesang,
der an die Landsmänner der inzwischen wohl inaktiven Opera Multi
Steele erinnert. Zu sehr zerschellen die guten Ideen jedoch immer wieder
an dem antik klingenden Drumcomputer, der bei Opera Multi Steele noch
Charme hatte, inzwischen aber auf den Schrottplatz der Musikgeschichte
gehört. Auch der extrem mit Hall ausgestattet Sound ist deplatziert
– so bleiben O Quam Tristis weiterhin nur einem sehr eingeschworenen
Kreis von Liebhabern vorbehalten.
Martin Kreischer
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