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Orphaned Land
The Never Ending Way of Orwarrior

(Century Media) CD, 15 Tracks
Die israelische Formation Orphand Land kann man als Gesamtbotschaft
verstehen. Als Vision einer Welt, in der sich die drei monotheistischen
Religionen auf ihre gemeinsamen Wurzeln besinnen und einen fruchtbaren
Frieden schließen, voneinander lernen und sich gegenseitig beeinflussen.
So steht auch The Never Ending Way of Orwarrior wieder für eine Völkerverständigung
über alle Grenzen hinweg, die Musik siedelt wie schon bei den drei
Vorgängerwerken zwischen Orient und Okzident, tändelt mit orientalischen
Klangstrukturen, eingebunden in deftigen Death und komplexen Prog Metal.
Orphaned Land haben sich in den bald 20 Jahren ihrer Existenz durch die
unvoreingenommene Verbindung von Ost und West sowie die Fülle an
Instrumenten und Klangelementen zu den Dead Can Dance des Metal gewandelt.
Auch wenn man manchmal die ungestüme Energie des Frühwerks Sahara
vermissen mag und der klare Gesang von Kobi Farhi stellenweise unangenehm
an Hanis Kürsch erinnert: Wie schon Mabool ist The Neverending Way
of Orwarrior ein unglaublich reich blühendes Gewächs in der
doch etwas zu standardisierten Metal-Szene der letzten Jahre. Wenn der
Dialog der Religionen doch immer so einfach wäre.
Martin Kreischer
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